Chronik

Der Abwasserzweckverband "Fuhne", in dem sich 15 Gemeinden in den Jahren 1991 u. 1992 zusammengeschlossen hatten, gilt seit 2. April 1993 als rechtmäßig gegründet.

 

Es bestand die Notwendigkeit der Abwasserreinigung, weil teilweise ungereinigtes Schmutzwasser und ungenügend gereinigtes Abwasser in die Fuhne geleitet wurde. Die Fuhne wies eine sehr schlechte Wasserqualität auf. Um die umfangreichen Aufgaben zu realisieren, haben sich die Gemeinden zu einem Verband zusammen geschlossen.

 

In den Ortschaften gab es nur Mischwasserleitungen und desolate „Kläranlagen". In der Stadt Gröbzig war die Abwasserentsorgung für die Wohnblocks Straße des Aufbaus so schlecht, dass 1993 die Wasserbehörde eine Auflage für die Errichtung einer Containerkläranlage erteilte.

 

Im Jahr 1992 wurde mit dem Bau von Ortsnetzen und Verbindungsleitungen im Trennsystem begonnen, sodaß mit Inbetriebnahme der zentralen Kläranlage Löbejün im Juni 1997 bereits Teile der Orte Löbejün, Gröbzig, Edderitz, Piethen, Maasdorf, Wieskau, Cattau angeschlossen werden konnten.

 

Container

 

Im Jahr 1998 erhielt die Gemeinde Ostrau Fördermittel für die Sanierung des völlig mit Abwasser verunreinigten Schlossgrabens. Kurzfristig errichtete der Verband das gesamte Schmutzwassernetz in Ostrau und setzte die mit Anschluss von Gröbzig an die zentrale Kläranlage in Löbejün nicht mehr benötigte Containerkläranlage nach Ostrau um.

 

Mit dem weiteren Baufortschritt in Trebbichau, Hohnsdorf, Plötz und Kösseln konnten Ostrau, Werderthau und Mösthinsdorf am Jahresende 2004 an die Kläranlage Löbejün angeschlossen werden. Damit stieg die Effektivität der zentralen Kläranlage Löbejün.

 

Zum 01.01.2004 sind die Gemeinden Görzig, Schortewitz, Edderitz, Piethen und Krosigk aus dem Abwasserzweckverband "Fuhne" ausgetreten. Die Gemeinde Edderitz ist zum 01.01.2010 wieder in den Abwasserzweckverband "Fuhne" eingetreten.

Im Rahmen einer vermögensrechtlichen Auseinandersetzung ist die vom Verband in Piethen errichtete Anlage an die Gemeinde Piethen übergeben worden. Das Abwasser von den an die zentrale Schmutzwasserleitung in Piethen angeschlossenen Grundstücken wird weiterhin in die Kläranlage Löbejün eingeleitet und gereinigt. Abwasser aus den Orten Edderitz und Maasdorf müssen durch die Leitung der Gemeinde Piethen geleitet werden. 

 

Der Abwasserzweckverband "Fuhne" hat nachfolgende Anlagen für die Schmutzwasserbeseitigung im Trennsystem in den Jahren 1992 bis 2007 neu errichtet oder übernommen (Ortsnetz Mösthinsdorf) und betreibt zur Zeit :

 

1 zentrale Kläranlage 10.000 EGW

 

33 innerörtliche Pumpstationen

 

14 Überörtliche Pumpstationen

 

170 Hauspumpstationen

 

38 km Freispiegelkanalnetz

 

21,7 km Druckleitungen als Verbindungsleitung

 

12 km innerörtliche Druckleitung

 

2195 Grundstücksanschlüsse

 

An die zentrale Kläranlage sind folgende Orte angeschlossen:

 

Cattau, Edderitz, Glauzig, Gröbzig (90%), Hohnsdorf, Kösseln, Löbejün (83%), Maasdorf, Mösthinsdorf, Ostrau, Plötz, Rohndorf, Schlettau (41%), Trebbichau, Werdershausen (22%), Werderthau und Wieskau.

 

In Kütten ist 2009 mit dem Bau des Schmutzwasser-Ortsnetzes begonnen worden.

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